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Mittwoch, 4. September 2013

Sport ist Mord

In einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn habe ich kürzlich beschlossen, mehr Sport zu treiben. Es soll ja gesund sein, das Leben verlängern sowie Cellulitis und andere unschöne Sachen vorbeugen.  Und überhaupt, wird man immer mit einem so missbilligenden Blick oder verächtlichen Lächeln bedacht, wenn man zugibt, keinerlei sportliche Aktivitäten zu verfolgen.

Alle die jetzt mit einem müden Gähnen reagieren und sich fragen, wieso ich denn überhaupt über etwas derart banales schreibe, kennen mich nicht. Die Tatsache, dass ich fast regelmässig Sport betreibe, ist in etwa so, als wäre Charlie Sheen nüchtern. Oder als würde Adam Sandler gute Filme drehen. Oder als könnte Kristen Stewart Emotionen zeigen.

Das Ergebnis meines Sinneswandels: Ich habe Muskelkater an Orten, wo ich nicht einmal wusste, dass ich Muskeln habe und eine äusserst schmerzhafte Muskelzerrung im Rücken. Treppensteigen geht zur Zeit nur langsam und mit schmerzverzerrtem Gesicht, bequem sitzen geht dank der Muskelzerrung gar nicht. Mein Ziel war ja eigentlich, durch abtrainiertes Fett und antrainierte Muskeln (nur ganz wenig natürlich) sexier zu werden und mich besser zu fühlen. So unsexy und unbeweglich wie jetzt habe ich mich allerdings schon lange nicht mehr gefühlt. Und weniger sexy als während dem Sport könnte ich sowieso nicht aussehen: Hochrotes, verschwitztes Gesicht und vollkommen aus der Puste. Als wäre ich eine rennenden Tomate. Und wieso mich besser fühlen? Ich habe mich blendend gefühlt - bevor ich angefangen habe, mich mit Sport zu quälen!

Ausserdem, wenn ich mein Leben nur durch Sport verlängern kann, was bringt mir das? Unterm Strich verbringe ich doch dann die Zeit, die ich länger lebe, mit Sport! Dann lehne ich lieber dankend ab verbringe die mir verbleibende Lebenszeit mit angenehmeren Dingen, statt sie damit zu verschwenden, keuchend und mit schmerzenden Lungen um einen See herum zu joggen. 




Dienstag, 27. August 2013

On parle français


Seit letzter Woche besuche ich einen Französischkurs. Nicht weil mir die Sprache so am Herzen liegt, sondern weil ich in (hoffentlich noch entfernter) Zukunft auch in Lausanne und Fribourg als interne Reporterin agieren soll, sprich Menschen interviewen. Die eben französisch sprechen. Nun befinden sich meine Sprachkenntnisse auf einem schon fast beschämenden Niveau. Was mich eigentlich nicht weiter stört, aber die Geschäftsleitung schon. Also opfere ich mich und drücke zwei Stunden wöchentlich wieder die Schulbank.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich lerne wahnsinnig gerne neue Sprachen! Begeistert würde ich JEDE andere Sprache sofort lernen. Nur nicht Französisch. Sie scheint mir einerseits ein Wirrwarr aus unsinnigen Regeln zu sein, von denen es dann doch wieder unzählige Ausnahmen gibt und andererseits eine reine Verschwendung von Buchstaben. Spricht man doch die Hälfte der Buchstaben nicht einmal aus! Man nehme beispielsweise das Wort “eau”. Drei Buchstaben nur um “o” zu sagen (Wasser). Und das in der heutigen, so ökologischen Zeit. Die würden lieber den Kroaten ein paar ihrer Vokalen spenden (womit ich jetzt vermutlich gleich zwei Nationen beleidigt habe, aber hey, Franzosen und Kroaten, gegen euch habe ich ja absolut ganz und gar nichts!).

Schon nach zehn Minuten der allerersten Stunde wurde denn auch gross “EXCEPTIONS: ...” (Ausnahmen) an die Tafel geschrieben. Fünf Minuten später war, wie früher in der Schule, auf den meisten meiner e’s ein x. Eben ein Ägü das zu einem Grafen korrigiert wurde oder umgekehrt oder mehrmals hin und her. 

Aber ich gebe natürlich nicht auf! Bei meinen (mündlichen) Interviews sieht ja keiner die x auf den e’s und die Wortendungen nuschle ich einfach ein bisschen. Die Grundstimmung sieht man den Menschen zum Glück sowieso ohne Worte am Gesichtsausdruck an. Da merke ich schnell ob ich “findet CEO toll” oder “findet CEO merde” schreiben soll. Zudem spreche ich perfekt Spanzösisch (Spanisch mit französischem Akzent). Ich sehe schon, das werden interessante Interviews mit noch interessanteren Ergebnissen!

Dienstag, 20. August 2013

Erste, unfreiwillige, exhibitionistische Erfahrung

Eines meiner (zugegeben wenigen) Prinzipien denen ich folge ist: Ich renne nie. Niemals. Schon gar nicht auf jegliche Art von öffentlichen Transportmitteln. Man muss schliesslich Prioritäten setzen im Leben und ÖV gehört definitiv nicht dazu.

Heute aber habe ich mal eine Ausnahme gemacht. Ich kam, frisch gestylt und deswegen zu spät, am Bahnhof an. Noch eine Minute bis mein Zug abfahren würde. Normalerweise denke ich dann, super, ich nehme den nächsten und kaufe mir gemütlich noch einen Kaffee im Starbucks. Kein Stress. Heute aber dachte ich mir: Das schaff ich noch! Schob kurzerhand eine alte Dame freundlich zur Seite, hechtete vor einen Kinderwagen und sprintete los Richtung Gleis. Heute tat ich noch etwas zum ersten Mal: Ich trage diese schöne Bluse die ich kürzlich gekauft habe. Wie sich zeigte, ist sie nicht für sportliche Aktivitäten geeignet. Denn nach etwa fünf Metern Sprint öffneten sich die obersten Knöpfe der Bluse, nach zehn Metern war sie praktisch ganz offen . Ich stand vor der Wahl: entweder im BH weiterrennen oder anhalten, Bluse zuknöpfen und den Zug verpassen. Als pflichtbewusste Angestellte entschied ich mich für ersteres. Ich trage ja einen schönen BH. Jetzt kommt der wenigstens mal zur Geltung.


Traurig ist, obwohl ich halbnackt und schnell wie der Wind quer durch den Luzerner Bahnhof gerannt bin, traf ich gerade noch rechtzeitig am Gleis ein, um den Zug losfahren zu sehen. Moral der Geschichte: Ich halte mich in Zukunft an meine Prinzipien. Ich werde nie wieder auf einen Zug, Bus oder Tram rennen. Das heute war eine einmalige Ausnahme.

Montag, 29. Juli 2013

Die Leiden einer Familiennachzugs-Gesuchstellerin aka. Beziehungs-Striptease für Behörden

Wie selbst der aufmerksame Leser nicht weiss, habe ich kürzlich geheiratet. Allerdings bin ich jemand, der nicht gerne den einfachsten und bequemsten Weg wählt – ich habe einen Ausländer geheiratet. Tatsächlich ist er, haltet euch fest, nicht mal EU-Bürger! Was für mich und alle sonst irgendwie beteiligten kein Problem darstellt. Die Schweiz hingegen sieht dies als Grund, unsere Liebe unter Beweis zu stellen. Es wird getestet, ob wir uns tatsächlich lieben oder ich nur einen weiteren Sozialschmarotzer ins Land holen will. Das Ganze nennt sich übrigens Familiennachzug.

Und zwar wird die Echtheit unserer Liebe anhand von einem schier endlosen Fragebogen zu Details unserer Beziehung getestet, sowie wichtigen Dokumenten wie dem Betreibungsregister-Auszug. Hat  jemand, der mal betrieben wurde, es wirklich verdient, mit seinem Liebsten zusammen zu sein?

Am liebsten würde ich der Migrationsbehörde ja einfach die Zugangsdaten zu meinem Facebook Account geben und die Kollektion von hunderten von kitschigen und weniger kitschigen Fotos die sich in den viereinhalb Jahren unserer Beziehung angesammelt haben. Aber nein, ich muss ja dieses Formular ausfüllen. Und Fragen beantworten wie: «Wann haben sie sich kennengelernt? Bitte machen sie möglichst genaue Angaben zu Ort und Datum.» Oder «Seit wann sind sie ein Paar?», «Wie haben Sie die Distanz ausgehalten?» Meine Lieblingsfrage ist: «Wer machte wann und wo den Vorschlag, die Eheschliessung einzugehen?» Noch bürokratischer und unromantischer könnte man es sicher nicht formulieren. Und nachdem ich aber mit der etwas seltsamen Dame der Migrationsbehörde telefoniert hatte, musste ich feststellen, dass dies wohl einfach der normale Umgangston in deren Büro ist. Denn das völlige Fehlen von jeglicher Emotion in ihrer Stimme hat mich schon fast beeindruckt. Ich bin kurz davor, sie noch einmal anzurufen, nur im ihr einen Witz zu erzählen. Aus purer Neugierde, wie sie Humor stimmlich handhabt.

Lieblingsfrage Nummer zwei steht auf einem weiteren, separaten Formular. Welches übrigens für «die verschiedensten Zwecke» verwendet wird, und dementsprechend  verwirrend ist. «Begründung des Aufenthaltszwecks» steht dort neben zwei nackten Linien. Also, echt jetzt? Ist es kitschig wenn ich einfach LIEBE schreibe?! Liegt es denn nicht auf der Hand?

Man sieht, ich bin lieber vorsichtig mit meiner Wortwahl. Es ist überhaupt seltsam, so die nackten Fakten seiner Beziehung vor sich zu sehen. Und sich dabei zu überlegen, was jemand, der einen überhaupt nicht kennt, dort alles hineininterpretieren könnte. Diese Überlegung führte denn zunächst  auch zu einigen mittelschweren Nervenkrisen. Bis ich wieder zur Vernunft kam, und befand, dass es eigentlich keine Rolle spielt. Schliesslich haben wir nichts zu verbergen. Und wenn es nötig ist, unsere Liebe mit Daten und Fakten zu beweisen, damit wir zusammen sein können, dann mache ich das eben.

Aber trotzdem, kleiner Tipp am Rande: Macht euch das Leben einfach und verliebt euch in einen Landsmann. Oder wenigstens einen EU-Bürger.

Dienstag, 12. März 2013

Mein erstes Mal in den Bergen

Letzten Freitag war es so weit. Das, was ich bisher mein ganzes Leben lang erfolgreich vermieden habe, ist nun doch geschehen. Es war unvermeidbar.

Ich war in den Bergen. Im Winter. Mit Schnee und so. 

Ich hatte sogar Moonboots dabei! Moonboots! Diese klobigen, unförmigen Dinger, die, rein modisch betrachtet, absolut keine Daseinsberechtigung haben. Nach einer halben Stunde im Schnee und tiefgefrorenen Füssen kapitulierte ich aber, und zog die Dinger an. Oh Mann. Scheiss auf schön. Sind die kuschlig und warm!

Ich war also in den Bergen. In Davos. Und ich war hin und weg. So viel Schnee habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen. Und so viel Natur! Es sieht wirklich aus, wie auf den Postkarten, die mir nette skifahrende Freunde manchmal schicken. Für mich bestand Natur bisher aus dem Stadtpark und der vor sich hin sterbenden Pflanze auf meinem Balkon. Und dann sah ich sogar Spuren von einem Tier im Schnee! Von einem Hirsch, einem Schneehuhn oder vielleicht von einem Schneehasen?

Sie sehen, ich bin ein richtiges Stadtkind. Aber, man glaubt es nach diesen Zeilen kaum, ich bin in der Schweiz aufgewachsen. (Was letzten Freitag so manch einer bezweifelte, als ich ob dem vielen Schnee kaum aus dem Staunen heraus kam und Tierspuren zu interpretieren versuchte). Aber, um es kurz zu machen: Ich verabscheue Winter, bin absolut unsportlich und Berge waren für mich bisher etwas, was man aus der Ferne betrachtet, während man am See sitzt und ein Bier trinkt. Es erklärt sich also von selbst, dass ich aus Prinzip keinen Wintersport betreibe. Deswegen war ich an diesem letzten Freitag übrigens auch das erste Mal auf einer Skipiste. Nur leider ohne Ski. Was übrigens keine besonders gute Idee ist.

Ich lernte an diesem Tag vor allem drei wichtige Dinge. Erstens: Die Berge sind doch irgendwie schön. Zweitens: Es gibt Gründe, gute Gründe, weshalb man einen schneebedeckten Hang mit Skiern runterfährt, und nicht zu Fuss wieder runterläuft... fällt... rutscht. Und drittens: Ein Tag reicht völlig. Jetzt hab ich die Nase echt gestrichen voll vom Schnee (ja, haha, ich rede von fast gefrorenem H2O). Bin ich froh, wohne ich in einer Stadt und nicht im Winterwunderland! 

Mittwoch, 6. März 2013

Englisch für IT-Dummies


Wer Englisch kann ist klar im Vorteil. Zumindest im IT-Business. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man an einem zweistündigen Vortrag war, und in regelmässigen Abständen mit Wörtern wie „Backkk-öp“, „Kkkaschtömer“, „Kkkonwörtschenz“, „Pärforrmänz“ und ähnlichem gequält wird. (Für den Leser, der nicht fliessend in Schweizer-Englisch ist: back up, customer, convergence, performance). Besonders tragisch ist es dann, wenn der Betreffende sogar anfängt, eigentlich deutsche Wörter falsch Englisch auszusprechen: aus agil wird so äitschiiil. Wenigstens hielten mich diese Wortvergewaltigungen wach, denn vom Inhalt verstand ich nicht viel (siehe vorheriger Blog-Eintrag).

Als dann aber ein Ostschweizer das Wort ergriff, verspürte ich das starke Bedürfnis nach Flucht. Sie denken ich übertreibe? Stellen sie sich obige Wörter doch mal im St.Galler Dialekt ausgesprochen vor. Na, haben Sie jetzt auch Gänsehaut?

Ich mag ja keinen blassen Schimmer von IT haben. Dafür kann ich aber alle diese Begriffe, die ich nicht verstehe, richtig aussprechen... 

Montag, 4. März 2013

IT für Dummies

Seit ziemlich genau einer Woche habe ich einen neuen Job. Endlich!! Ich schreibe jetzt nicht mehr reisserische News über unwichtige Tote, sondern bewege mich, ganz erwachsen, im IT-Business. Dort schreibe ich firmen-interne News (bisher haben wir noch keine Tote zu verzeichnen).

Um meine Arbeit hier zu erklären: Meistens habe ich es mit komischen IT-Menschen zu tun. Diese erzählen mir komplizierte Sachen die ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehe. In den News berichte ich dann über den Teil des Interviews, den ich verstanden habe.
In der Praxis sieht das dann etwa so aus: Ein Herr mit seltsamer Berufsbezeichnung die ich noch nie gehört habe, erläutert mir in einem recht einseitigen Gespräch angeregt den IT-Markt und dessen Möglichkeiten und Grenzen in Verbindung mit Clouds. Meine Kommentare belaufen sich auf interessierte Aha's und Mhm's, während ich kleine Kringel auf meinen Notizblock kritzle. Später zitiere ich ihn folgendermassen: "Ich finde unseren CEO sehr sympathisch und seine Vision erscheint mir revolutionär." (Das hat er natürlich auch erwähnt, irgendwann zwischen IT-Fachgesimpel.)

Nach anfänglicher Panik und schlaflosen Nächten, ich müsse mich jetzt mit IT-Wissen auseinandersetzen, beruhigte mich mein Chef aber. Er findet es gut, genau so wie ich es mache: "Jetzt verstehen sogar die vom Empfang endlich etwas von den News."

(Natürlich geht es bei meinen News auch nicht darum, über komplexe Marktgeschehen zu berichten, sondern einfach, was im Unternehmen so los ist. Nur, um das noch erwähnt zu haben.)

Mittwoch, 20. Februar 2013

Von schreienden Katzen, Riesen-Hamsterlis und der modernen Frau

Falls Sie sich jemals einsam fühlen, besorgen sie sich eine Katze, stopfen sie in eine Kiste (dazu benötigen Sie Nerven aus Stahl, etwa 30 Minuten Zeit und Lederhandschuhe. Halten sie zur Sicherheit Pflaster und Desinfektionsmittel bereit.), und fahren Sie mit ihr Bus. Sie werden garantiert unzählige Seniorinnen und Kinder kennenlernen.

Zumindest geht es mir jedesmal so, wenn ich mit einer meiner beiden Mini-Tiger zum Tierarzt muss. Einer der weniger Momente in denen ich wünschte, ich hätte ein Auto. Über das Geschrei meiner protestierenden Katze hinweg erzählen mir jeweils Renterinnen, dass sie auch eine Katze hatten, diese aber einschläfern mussten und Kinder verfallen in Jööö-Geschrei.
Eine Seniorin erzählte mir heute von der ganz, ganz schlimmen Krankheit, die ihre Katze hatte, und die ja scheinbar so viele Katzen befällt. Vielen Dank auch, das sind genau die Geschichten die ich hören möchte, wenn ich meine Katze gerade zur Untersuchung bringe.

Zwei Unterhaltungen stachen heute besonders hervor. Auf dem Hinweg zum Tierarzt fragte mich eine offensichtlich etwas verwirrte alte Dame, ob ich denn ein Hamsterli in der Kiste habe? Ich wusste nicht so recht, was ich darauf antworten sollte und entschied mich dann für: "Ja, ein mutierter Riesen-Hamster!" Sie nickte, lächelte und meinte "Jöööö der ist aber herzig! So einen hatte ich auch mal, wir mussten ihn aber einschläfern lassen."

Auf dem Rückweg schliesslich setze sich ein sehr gesprächiges Mädchen zu mir. Offensichtlich war meine Katze Grund genug für sie, mir ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen. Zum Glück war sie erst neun. Sie quasselte also ohne Punkt und Komma geschlagene zehn Minuten lang. Erstaunlich fand ich aber vor allem ihre Erklärung, dass sie nicht nur Freundinnen habe, sondern auch schon einen Freund. Den teile sie aber mit ihren Freundinnen. Interessantes Konzept. Ist das die moderne, emanzipierte Frau der Zukunft?

Dienstag, 5. Februar 2013

Jobsuche

Wieder einmal bin ich auf Jobsuche. Übrigens nicht, weil meine Arbeitgeber meiner so schnell überdrüssig werden, sondern weil die Praktika zeitlich begrenzt sind. Und bisher habe ich es leider noch nicht geschafft, aus der Praktikumsschiene herauszukommen.

Heute aber, heute habe ich ein Vorstellungsgespräch! Wenn auch ein höchst zweifelhaftes. 

Gestern rief mich Herr Z. von der Firma C. an. "Grüezi, sie haben sich doch letzte Woche bei uns beworben." Innerer Jubel meinerseits. Der durch seine nächste Aussage gebremst wird. "Also eigentlich suchen wir ja jemanden mit mehr Erfahrung als Sie sie mitbringen." Wieso zum Geier rufen Sie mich denn an? Nachdem ich ihm dann ausführlich erkläre, warum ich trotzdem gut bin, meint er, ich könne ja einfach mal auf einen Kaffee vorbeikommen.

Also gehe ich jetzt zu einem Vorstellungsgespräch, von dem beide Seiten eigentlich wissen, dass es sowieso nichts wird. Aber wer weiss? Vielleicht schmeckt der Kaffe ja lecker.